WordPress Themes anpassen: Theme Options vs. Child Themes

The times they are a-changin’.

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Was machst du, wenn du dein Theme anpassen möchtest, aber keine Ahnung von HTML, CSS und PHP hast? Kaufst du dir ein kommerzielles Design-per-Klick-Theme? Verlässt du dich auf WordPress-Bordmittel, liest ein paar Tutorials und legst selbst ein Child Theme an? Oder fragst du einen Profi um Rat? In diesem Beitrag geht es Pros und Contras zu Child Themes und Theme Optionen. Dein Feedback ist gefragt!

Wozu Themes?

Themes dienen im Idealfall als visueller Ausdruck der Identität einer WordPress-Website. Sie rücken die Inhalte ins rechte Licht, schaffen Atmosphäre, (Frei-)Raum und den gestalterischen Kontext für das Gesagte. Ihre Bestimmung lautet gemäß Codex: to create a unique look for your WordPress site.

Themes versetzen Nicht-Entwickler/innen die Lage, die visuelle Gestaltung ihrer Website selbst in die Hand nehmen. Sie können das tun, indem sie

  • einfach ein passendes Theme wählen und dabei bleiben, oder
  • das gewählte Theme anschließend noch selbst anpassen.

In den unschuldigen Anfangstagen von WordPress waren Themes tatsächlich noch eine Art DIY-Tool. Kommerzielle Theme-Anbieter gab es noch keine oder nur wenige, dafür aber eine engagierte Community, in der man sich gegenseitig aushalf, so gut man konnte. Wer sein Theme anpassen wollte, klaubte sich ein paar Brocken CSS und PHP zusammen, hielt sich die Nase zu und sprang, die Füße voran, ins Schwimmer-Becken.

Seit dieser Zeit hat sich einiges geändert, und deswegen wollen wir auch gar nicht weinen. WordPress ist zu einer Branche, und Themes sind zu einer Industrie geworden. Erstaunlicher Weise scheint der DIY-Ansatz derselbe geblieben zu sein, wenngleich mit einem wichtigen Unterschied:

Themes werden heute in aller Regel gekauft – und dann (trotzdem?) angepasst.

Child Themes: tu, was du willst!

WordPress selbst hat für Anpassungen am Theme die Methode der Child Themes geschaffen, mit denen du eigene Änderungen sicher in einem separaten Ordner ablegen kannst, während das originale Theme unberührt bleibt.

Das Prinzip der Child Themes ist so einfach, dass wirklich jede/r es kapieren und anwenden kann. Du musst lediglich bereit sein, dir ein paar Zeilen Code anzusehen, die du vielleicht nicht gleich verstehst, ohne deswegen in Lethargie zu versinken oder ADHS zu bekommen. Tutorials gibt es wahrlich genug, und am Ende hast du etwas dazugelernt.

Der Lohn: Du kannst so gut wie jede nur denkbare Anpassung und Ergänzung via Child Theme umsetzen.

Theme Options: tu, was sie wollen!

Der sicheren Methode der Child Themes steht bei kommerziellen Themes das Konzept der Options entgegen: Ein Theme bringt ein Set vorprogrammierter Anpassungen mit, die per Klick im Adminbereich aktiviert und deaktiviert werden können. Multiple Choice fürs Design – leider nicht selten ein Alptraum für Designer und Entwickler.

Themes mit einer Vielzahl von Optionen sind besonders beliebt, da reicht ein kurzer Blick in den Wald. Andererseits verursachen leider nicht selten gerade diese Themes, wenn sie nicht sauber programmiert sind, Probleme im Zusammenspiel mit Plugins und fegen auch schon mal eine ganze Website leer.
Das tun sie natürlich nicht aus böser Absicht, sondern weil sie von ihren Autoren so blindlings auf den Markt gejagt wurden, dass sie nicht anders können, als sich in einer WordPress-Installation zu verhalten wie pathologische Stehpisser auf einer Damentoilette.

Theme-Optionen werden gesammelt auf einer Seite, der Options Page, dargestellt. Manche kommerzielle Anbieter sehen in dieser Seite so etwas wie ihren persönlichen Quadratmeter Werbefläche. Mögen ein gut platziertes Firmenlogo und ein Link zur Dokumentation ja durchaus als hilfreich gewertet werden können, begnügt wird sich damit in den seltensten Fällen.
Wenn du einige der gestalterischen und funktionellen Stilblüten begutachten möchtest, die kommerzielle Anbieter sich auf Theme-Optionsseiten so leisten, schau mal in der Theme Options Gallery von Konstantin Kovshenin vorbei.

Der wichtigste Nachteil von Theme Options gegenüber einem Child Theme: Per Klick kannst du nur Bereiche anpassen, die vom Hersteller dafür vorgesehen wurden.

Außerdem kann das zusätzliche Aufsetzen eines Child Theme für ein kommerzielles Theme, das ohnehin schon einem Malkasten gleicht, selbst für erfahrene Entwickler unangenehmer werden als ein Pickel im Allerwertesten.

Verführung und Enttäuschung

Themes betören im besten Fall wie ein gut dosiertes Aphrodisiakum. Du weiß nicht genau warum, aber deine Website sieht plötzlich auf magische Weise schön aus, anmutig und sexy zugleich… Du erschauderst, während du subtile Details entdeckst… ein verliebtes Lächeln huscht dir in die Mundwinkel…

Diesen Kitsch mit der Verliebtheit platziere ich hier nicht von Ungefähr. Themes wirken eben in erster Linie visuell, und nicht wenige kommerzielle Themes setzen dabei auf eine Kette von Schlüsselreizen aus der Marketingkiste:

  • das Theme-Demo: diese Fotos, ein Traum!
  • die Screenshots der Optionen: boah, was man da alles einstellen kann!
  • die Feature-Liste: ist heute Weihnachten?!
  • der Preis: kann man nicht dran vorbeigehen!

Wie eine Phase stürmischer Verliebtheit endet leider auch der Freifall anfänglicher Begeisterung für ein augenscheinlich bezauberndes Theme im Backend viel zu oft mit einem ernüchternden Bauchklatscher. Zum Beispiel:

  • Nach der Installation sieht
    • fast alles aus wie vorher, oder
    • nichts aus wie auf der traumhaften Demo-Seite, oder schlimmstenfalls
    • man nichts mehr von deiner Website – white screen of death.
  • Die Masse der Optionen erfordert einen Konfigurationsmarathon, für den dir sowohl das Know-how, als auch die Puste fehlt – nach 2 Stunden gibst du entnervt auf.
  • Die im Theme mitgelieferten Features entpuppen sich bei näherem Hinsehen entweder für dein Benutzerszenario als überflüssig, oder sie setzen zwingend wiederum bestimmte Konfigurationen (Options, Bildgrößen, Kategorienamen) voraus, für die du deine Website dann eigentlich gleich komplett neu aufsetzen könntest.
  • Für das Konfigurationschaos, in dem du gerade ertrinkst, kommen dir $49 bis $79 plötzlich doch recht teuer vor.
  • Da du alleine nicht mehr weiterkommst, buchst du eine/n WordPress-Profi, der/die dir deine Website mit dem neuen Theme durchkonfiguriert.
    (Der Übersichtlichkeit dieses Beispiels halber gerätst du mal gleich an jemanden, der/die weiß, was er/sie tut und auch den Nerv hat, ein kommerzielles Theme anzupassen.)
  • Einige deiner Wünsche sind mit den vorgefertigten Optionen nicht umsetzbar, so dass noch schnell ein eigenes Plugin mit deinen speziellen Anpassungen geschrieben wird.
  • Zuletzt muss dein/e Dienstleister/in noch einen Fehler beheben, den das Theme im Zusammenhang mit deinem bisher eingesetzten SEO-Plugin verursacht, das du natürlich weiterhin verwenden möchtest.
  • Kostenpunkt für das neue Theme nach allen Anpassungen: ca. €250 bis €350.

(Vorläufiges) Fazit

Child Themes mögen zwar, rein fachlich gesehen, den Königsweg der Theme-Anpassung darstellen, sie erfordern aber ein gewisses Maß an Aufwand und Lernbereitschaft. Diese ist offenbar bei vielen WordPress-Nutzerinnen und -Nutzern nicht vorhanden – und sei es nur aus zeitlichen Gründen.
Es kann halt nicht jeder Entwicklerin sein – aber müsste die logische Schlussfolgerung nicht eigentlich lauten: und es kann auch nicht jeder ein WordPress-Theme anpassen?

Theme Options bieten den Komfort eines All-you-can-eat-Buffets, in dem man sich aus der Auslage von Verfügbarem das Gewünschte einfach zusammen sucht. Dass dieser Komfort einen Preis hat und häufig zu Lasten der Performance, Skalierbarkeit, Kompatibilität und (Zukunfts-)Sicherheit eines Theme geht, scheint nur wenigen Anwenderinnen und Anwendern voll bewusst zu sein.
Mach’ dir einfach klar: ein Buffet ist ein Buffet, da gibt es eben nur das, was es gibt. Wenn dir das nicht zusagt, musst du à la carte bestellen.

Dienstleistungen rund um die Theme-Anpassungen sind hier bisher überhaupt nicht zur Sprache gekommen, dürfen aber in unserem Zusammenhang nicht unter den Tisch fallen. Manche Betreiber von WordPress-Webseiten wissen zwar, wo sie ein Theme kaufen können, haben aber keinen blassen Schimmer davon, wozu das, was sie da kaufen, eigentlich gut ist. Nach dem Kauf muss also ein Dienstleister gefunden werden, der das gekaufte Theme den eigenen Wünschen anpasst.
Merke: Nur wenige Kfz-Mechaniker sehen ihre Erfüllung darin, aus einem 7,5-Tonner einen Sportflitzer zu machen. WordPress-Entwicklern geht es genauso.

Ein Pauschalrezept für den glücklichen Theme-Kauf scheint es nicht zu geben. Je wichtiger dir deine Website ist, desto genauer solltest du die Prioritäten für dein Theme setzen. Und je weniger du über WordPress weisst, desto dringender solltest du dir professionelle Beratung einholen – vor dem Kauf natürlich!

Feedback

Was sind deine Erfahrungen mit WordPress-Themes? Welche Optionen findest du sinnvoll, welche übertrieben? Hast du schon einmal eine Enttäuschung mit einem kommerziellen Theme erlebt? Was würdest du heute anders machen?

27 Antworten zu “WordPress Themes anpassen: Theme Options vs. Child Themes

  1. Am liebsten passe ich gute, einfache Themes (Elmastudio oder die Standardthemes) per Child-Theme an. So komme ich sehr schnell zum Ziel und habe schon ein gutes Featureset per Theme. Inkl. Responsivität. (Gibt es das Wort überhaupt 😉

    Kommerzielle Themes (z.B. von Themeforest) sind häufig nicht Child-Theme-fähig, so dass ich doch Anpassungen im Parent-Theme machen (und mir dokumentieren) muss. Pain in the ass.

    Nervig wird es auch, wenn man ein kommerzielles Theme hat, dazu ein kommerzielles Child-Theme und jetzt größere Änderungen machen soll. Es gibt keine Grandchild-Themes, oder? Was bleibt ist manuelles übertragen der Änderungen … Ebenfalls pain in the ass.

    In den meisten Fällen ist es genau so wie du schreibst: Ein kommerzielles Theme sollte häufig nur so angepasst werden, wie es gedacht ist. Für weitere „Umbauten“ ist es oft nicht gedacht und es macht auch keinen Spaß.

    Die Frage ist hier aber auch, wer die Zielgruppe ist. Auf dem Hamburger Meetup haben wir mal Frameworks besprochen und die Vor- und Nachteile von Theme-Options erörtert. Für die Entwickler waren die Theme-Options nicht interessant, für die Anwender aber durchaus.

    Schwierig wird es, wenn der Kunde sich in ein schönes (aufgrund des Vorschaubildes), aber zum Umbauen ungeeignetes, Theme verguckt hat. Aber dann kann ich ja jetzt auf diesen Artikel verlinken … 🙂

    Vergleichbar mit den Theme-Options ist ja auch der WP-eigene Theme Customizer. Was hältst Du denn davon? Für Anwender ist das (kommt ja von WP.com) sicher noch einfacher, sie sehen direkt, was die Änderung auf der Seite bewirkt …

    • Deine Frage mit Grandchild Themes:
      Plugins! 🙂 Keine Notlösung, sondern meiner Meinung nach genau der richtige Weg.

      Ich würde mir auch die Frage stellen, ob die Situation Parent + „Volles“ Child Theme und dann noch viele Anpassungen der richtige Ausgangspunkt ist???

      Dann ist evtl. schon der erste Punkt Parent Theme falsch gewählt? Oder das große Child Theme muss „gehen“ und man erstellt ein eigenes Child Theme fürs Parent, wo dann die ganzen Anpassungen reinkommen. Dann verschwindet die Update-Möglichkeit und dessen „Zwang“.

      • @David

        Deine Frage mit Grandchild Themes:
        Plugins! 🙂 Keine Notlösung, sondern meiner Meinung nach genau der richtige Weg.

        Stimmt, aber für moderat versierte Nutzer wenig praktikabel, da das einfache Kopieren von Template-Dateien nicht möglich ist. Das macht ja die Child Themes zu einem so einfachen Tool.

    • @Torsten Danke für deine Einschätzung, ist für mich alles gut nachvollziehbar. Den Customizer habe ich bei der Entwicklung vom Theme Hamburg das erste Mal richtig schätzen gelernt und halte ihn für einen prima „Kompromiss“: Er ist im Frontend bedienbar und schon alleine aus UI-technischen Gründen prädestiniert für Sparsamkeit bei den Optionen. Außerdem sind die wichtigen Core-Settings wie Startseite, Seitentitel und Navigationsmenüs mit drin. Für ein kleines Set sinnvoller Options m.E. das ideale Tool.

  2. Sehr guter Artikel, der bereits viele Aspekte beleuchtet! 🙂

    Child Themes sind wirklich ein sehr guter Weg. Punkt.
    Aber wie schon angesprochen, muss das Parent Theme auch vernünftig Child-Theme-fähig sein, da mangelt es dann doch noch bei vielen. Übrigens, da ist kein großer Unterschied zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Themes.

    Sehr schlanke – i.d.R. kommerzielle – Child Themes, die nur ein Stylesheet („Skin“) mitbringen und sehr wenige Funktionen (falls überhaupt), sind doch sehr gut zu aktualisieren! Sollte es überhaupt mal ein Update geben. Bei diesem schlanken Konzept ist das fast „überflüssig“. Ich spreche aus Erfahrung vom Genesis Framework — falls da mal ein Update eines Child Themes kommt, ist es in der Regel nur ein „Design-Update“, d.h. man kann es auch getrost ignorieren.

    Natürlich gibt es das auch: vollgestopfte – kommerzielle – Child Themes, wo von vornherein klar ist, es werden wohl Updates kommen irgendwann. Wenn man dann seine Anpassungen da drin macht, hat man in der Tat ein Problem.

    Und genau solche Probleme sind in aller Regel auf fehlende Planung und fehlendes Verständnis für die Zusammenhänge zurückzuführen. (dazu gleich mehr)

    Theme-Optionen sind nicht generell schlecht, das sollte man mal festhalten. Sinnvoll gesetzte Optionen können sehr wichtig sein. Das gilt ja nicht nur für Themes, sondern auch für Plugins etc. — Du hast es aber sehr schön auf den Punkt gebracht: ich kann nur das „optionieren“, was als „Spielplatz“ für mich vorbereitet wird. Das vergessen viele in der Herangehensweise, da sind wir wieder bei Planung, Verständnis & Zusammenhänge…

    Viele von uns (ich meine Theme- und Plugin-Schrauber etc.), sind ja an der Misere auch selbst mit schuld: uns fällt es oft schwer endlich mit Anleitungen a la „Dies und dies ohne Plugin erreichen…“ aufzuhören. Viele Leute sind uns auf den Leim gegangen?!? Und auch das, es wird sehr oft geworben mit „…und das alles ohne eine einzige Zeile Code“. Letzteres ist eine Illusion, die da immer noch verkauft, bzw. angepriesen wird! Gilt für kostenfreie Sachen, als auch kommerzielle Sachen. Dieser Absolutismus, dieses Ausschließlichkeit ist es, worin die Illusion liegt! Die Leute da draußen sind auf einer ständigen Suche danach: Point-and-Click bzw. Drag & Drop Themes, Visuelle Page Builder etc.

    ThemeForest mag vielleicht eine Kulmination dieses Problems sein, aber es gibt viele andere! Selbst bei WordPress.org findest du Themes mit Optionen, nur halt unter der Bedingungen, dass sie die Themes Settings API verwenden müssen.

    Eine Sache, die du so noch nicht richtig erwähnt hast:
    Plugins! Für viele Sachen, die in Theme Optionen usw. drinstecken, wären Plugins der richtige Weg. Und für die Mehrzahl dieser Sachen gibt es existierende Plugins, die den Job gut bis ausgezeichnet erledigen. — Meine Session auf dem diesjährigen WP Camp wird sich ja auch mit diesem Thema beschäftigen: diese Angst vor Plugins, und dann landet man halt im Anpassungs-Chaos!

    Selbst für CSS-Anpassungen, ohne das Theme zu berühren, gibt es mehrere Möglichkeiten, und sei es über das „Eigene CSS“ via Jetpack-Plugin. Da könnte man sich in einigen Fällen ein Child Theme sparen.

    Das Genesis Framework betreibt seit einigen Versionen eine Feature-Reduktion, und wo nötig, werden die Sachen in ein Plugin gepackt, offiziell, oder von der Community. Leider der einzige mir bekannte größere Anbieter im Theme-Bereich, der sowas macht. Aber genau der richtige Weg.

    Fast alle Anfragen, die ich zum Thema „Themes“ erhalte, münden in einem Gespräch über Planung/ Ziele (was soll eigentlich erreicht werden?) und die Zusammenhänge von Themes, Child Themes, Plugins in WordPress. Ja, vordergründig vielleicht mehr Aufwand, aber es bewahrt hintenrum vor falschen Erwartungen („ich habe aber gedacht, dass…“).

    Apropos Genesis, dein Punkt mit den SEO-Sachen ist so nicht richtig: Sergej könnte die volle Kompatibilität in sein Plugin packen und dann wäre Ruhe. Ich habe das mit beiden Seiten, Genesis-Herausgebern (mehr als einmal!) und ihm diskutiert. Warum er es nicht macht, weiß wohl nur er. (Ich verstehe hier die Genesis-Leute: Es ist nicht sinnvoll in Genesis einen Overbloat für diese Art von Kompatibilität einzubauen; die grundsätzliche Abschaltung ihrer SEO-Sachen bei aktivem Plugin ist ja drin.) Auch seine Empfehlung, an den Core-Genesis-Dateien rumzubasteln, ist schon extrem gewagt. — Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es letztlich darum geht, Genesis schlecht dastehen zu lassen. (Dann wäre das aber der schlechteste Weg, um das zu erreichen!)

    • Vielen Dank auch für deine Einschätzung, David. Auf die Session beim WP Camp bin ich gespannt!

      Keine Sorge übrigens, mir geht es nicht um Genesis-Bashing. 😉 Wer ein Framework nutzen möchte, ist bei Genesis generell in guten Händen, soviel steht fest. Den Klappstuhl wpSEO vs. Genesis, der hier andeutungsweise aus dem Sand ragt, würde ich damit auch gerne wieder vergraben sehen, denn darum geht es im Beitrag ja nicht.

      Besonders tickt mich diese Stelle in deinem Kommentar an:

      Und auch das, es wird sehr oft geworben mit “…und das alles ohne eine einzige Zeile Code”. Letzteres ist eine Illusion, die da immer noch verkauft, bzw. angepriesen wird! Gilt für kostenfreie Sachen, als auch kommerzielle Sachen. Dieser Absolutismus, dieses Ausschließlichkeit ist es, worin die Illusion liegt! Die Leute da draußen sind auf einer ständigen Suche danach: Point-and-Click bzw. Drag & Drop Themes, Visuelle Page Builder etc.

      Meine Frage – nicht nur an dich, sondern an uns Code schreibende Zunft im Allgemeinen – wäre: haben wir da nicht eigentlich eine Art „Erziehungsauftrag“? Es sind da die Hersteller selbst, die bei Nutzerinnen und Nutzern mit den von dir erwähnten Versprechen Begehrlichkeiten erst wecken, oder? Kann man sich als Anbieter da heute überhaupt noch anders entscheiden und ein Theme verkaufen, das nur sehr wenige Optionen anbietet?

      • Danke, Caspar!
        Ja, der Klappstuhl gehört eingeklappt! Ich werde bei den Genesis-Leuten einen weiteren Anlauf unternehmen, vielleicht kriegen wir das ja irgendwie ganz weg… 🙂

        „Erziehungsauftrag“ ist wohl das richtige Wort, was mir heut vormittag nicht einfiel, das ist der Punkt. Meine Session soll unter anderem in dieser Richtung was bewirken, allerdings in keinster Weise belehrend, sondern u.a. „plaudern aus dem Nähkästchen“. Durch echte Stories und (meine eigenen) Fehler kann man m.E. viel mehr mitnehmen und lernen. Und, es ist auch nur ein Angebot. Wer es anders machen möchte oder einfach anders mag, gerne. Ist eine Sache, die ich am WordPress-Ökosystem liebe: es gibt immer mindestens zwei Wege (oft viel viel mehr!).

        Du sprichst die „Hersteller“ an, und triffst einen wunden Punkt, zumindest bei der breiten Mehrheit. Genesis macht sicherlich nicht alles richtig, nur den Punkt, Features bewußt zurückzubauen und das auch als Verbesserung zu „verkaufen“, finde ich bemerkenswert. Ich wünschte, andere würden folgen.

        Wobei, einige ThemeForest Autoren/ Anbieter haben das auch schon gemacht, und stechen damit für mich heraus, u.a. ThemeBlvd (alles in freie Plugins ausgegliedert) und MikeMcAlister (genereller Hausputz…). Die verkaufen dadurch nicht weniger Themes, auch sind deren Themes dann auch noch 100% GPL. Aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte, gell 🙂

  3. Ach ja, leidiges Thema. Das Schwierigste daran ist für mich die Kluft zwischen Anwendern und Entwicklern. Wir Entwickler untereinander sind uns mehr oder weniger einig darüber was ein ordentliches Theme ist und wie mans besser nicht macht. Aber die Anwender verstehen nur Bahnhof. Sie sehen die hübschen Bilder und kaufen die schöne Illusion. Und sind dann frustriert und verärgert, wenn sie keinen WP-Profi finden, der ihnen das mal schnell für kleines Geld geradezieht.
    Ich mache Anpassungen an so genannten Premium Themes nicht mehr. Die Energie, die ich aufwenden muss, um durch das ganze Gewurschtel durchzusteigen, bezahlt mir kein Mensch. Am Ende sind beide Seiten enttäuscht.
    Ich wünschte nur, ich könnte den Leuten besser erklären, wo das Problem liegt. In zwei, drei einfachen Sätzen. Aber die Zauberformel dafür hab ich noch nicht gefunden.

    • Danke für deinen Kommentar, Kirsten!

      Ich wünschte nur, ich könnte den Leuten besser erklären, wo das Problem liegt. In zwei, drei einfachen Sätzen. Aber die Zauberformel dafür hab ich noch nicht gefunden.

      Du meinst den Gegenfluch zu „Avadra Kedavra“? 😉 Ja, da wird es dringend Zeit für.

      Nota bene: Wikipedia leitet den Todesfluch aus Harry Potter von aramäisch avd/אבד, „verlorengehen, verschwinden“ her. Nomen est omen?

    • Wir Entwickler untereinander sind uns mehr oder weniger einig darüber was ein ordentliches Theme ist und wie mans besser nicht macht.

      Da bin ich mir meist nicht so sicher. Die meisten Kunden die von mir ein Theme angepasst haben wollen, das von einem anderen Entwickler erstellt wurde, sieht in den meisten Fällten nicht so aus als wären wir uns da einig.

      Und das sind keine Premium-Themes, sondern das sind speziell für diesen Fall entstandene Themes.

      In den meisten Fällen sieht man einfach das die Entwickler nicht wissen was WordPress von Hause aus mit sich bringt und welche Funktionalitäten man lieber aus dem Core nimmt als sie durch ein Plugin oder eigenen Code zu ersetzen. Auch dadurch entstehen Monster-Themes die keiner anfassen will.

      Aber die Zauberformel dafür hab ich noch nicht gefunden.

      Ich erwähne immer die Sätze „Eierlegende Wollmilchsau“, „Entwickelt um möglichst viele Enduser Glücklich zu machen“

      Das versteht im allgemeinen jeder Kunde. Ich bin auch davon abgekommen Anpassungen für Themeforest Themes zu machen.

  4. Ich erlebe relativ oft folgendes Szenario: Kunde fragt an, mag ein hochindividuelles WP Theme, mein Kostenvoranschlag erscheint ihm zu hoch. Er geht einkaufen. Nach Wochen meldet er sich bei mir: nach 7 Std keine Startseite, die Kategorien auf der Startseite kann ich nicht beeinflussen etc etc….
    schlussendlich zahlt er für alle individuellen Anpassungen des gekauften SuperTrupperGeilTheme von mir mehr als ich für das Theme von mir aus berechnet hätte.

    🙂 ChildThemes nutz ich extremst selten, weil entweder mache ich neu oder der Kunde mag soviel geändert haben, dass sich das gar nicht mehr rentiert, da bleibt ja sowieso kein Stein am anderen, was sollte da ein Udpate erfahren.

    2-3 Änderungen mache ich aber auch nicht, weil sich das für mich nicht lohnt.

    Da muss es schon ein absoluter Stammkunde sein, der dann diesen „Bonus“ bei mir hat.

    • Danke dir für den Kommentar, Monika. Du bist, mit deiner gut 10jährigen WordPress-Erfahrung, ja nicht gerade irgendwer und beschreibst das Dilemma gewohnt treffend. Dass Child-Themes für dich kaum eine Option darstellen, verstehe ich gut – und mancher jüngere Kollege mag dich vielleicht um die „Traute“ beneiden, ungeliebte Änderungen auch einfach mal abzulehnen.

  5. Ich fasse den Stand bis hierhin mal kurz zusammen:

    Aus Entwicklersicht stellen ausufernde Theme-Optionen tatsächlich nicht selten ein Problem dar, wenn es um manuelle Anpassungen in einem gekauften Theme geht.

    Viel problematischer scheint für WordPress-Dienstleister/innen jedoch die Haltung derjenigen ihrer Kunden zu sein, die ein „Malkasten-Theme“ kaufen und es hinterher nach ihren Wünschen angepasst haben möchten. (Da stellt sich nicht zuletzt die Frage: woher kommt die selbstverständliche Erwartung, dass das überhaupt geht?)

    Bisher haben sich ausschließlich Entwicklerinnen und Entwickler zu Wort gemeldet. Anwenderinnen und Anwender, wo seid ihr? Wir brauchen euer Feedback, bitte zögert nicht, eure Sicht der Dinge zu teilen!

  6. Puh, hier wird ja anständig viel geschrieben. Also nur ganz kurz.

    Die Featuritis der meisten Themeforest Themes ist ne Katastrophe. Der Kunde sieht eine heile Welt, die er dann nicht bedienen kann. Ich habe solche Fälle häufiger.

    Ich halte es so, dass ich in meinen Themes zwar Optionen, aber auch die Möglichkeit von Child Themes anbiete. Beides hat seine Berechtigung und bei einigen wenigen Anpassungen ist ein Child Theme oft einfach nicht nötig. Abgesehen davon, das ein „Normaluser“ damit einfach nichts anfangen kann.

    Ich versuche meine Themes mit sinnvollen Optionen auszustatten, aber eben keinesfalls zu überfrachten. Den „Terror“ bei Themeforest mache ich nicht mit.

    Und ich glaube es gelingt mir ganz gut 😉

    Mein Fazit: Je nach Anforderung hat alles mehr oder weniger seine Berechtigung. Oft ist es auch persönlicher Geschmack oder hängt von den eigenen Fähigkeiten ab.

    Den letzten Satz des Artikels unterschreibe ich sofort: „Ein Pauschalrezept für den glücklichen Theme-Kauf scheint es nicht zu geben. Je wichtiger dir deine Website ist, desto genauer solltest du die Prioritäten für dein Theme setzen. Und je weniger du über WordPress weisst, desto dringender solltest du dir professionelle Beratung einholen – vor dem Kauf natürlich!“

    • Hi Michael, vielen Dank für deine Antwort!

      Die Featuritis der meisten Themeforest Themes ist ne Katastrophe. Der Kunde sieht eine heile Welt, die er dann nicht bedienen kann. Ich habe solche Fälle häufiger.

      Anders ausgedrückt: das Problem ist hausgemacht. Es mögen zwar nur einige wenige Vertreter der Code schreibenden Zunft sein, die Blendwerk in die Welt setzen, aber das Ergebnis macht sich mittlerweile flächendeckend bemerkbar, so dass alle die Konsequenzen tragen.

      Das führt mich zurück zu Kirstens Frage von weiter oben: Wie bringen wir den Leuten jetzt wieder bei, dass nicht alles, was glitzert, Gold ist und dass Gold nicht immer glitzern muss?

  7. Etwas ketzerisch gefragt. Beschäftigt sich die WordPress Gemeinde manchmal nicht zu sehr mit sich selbst? Ich meine an praktisch jeder Ecke findet man Fach-Anleitungen, Tuts, Videos etc. für nahezu jede Lebenslage im Zusammenhang mit WP. Für diejenigen die sich damit beschäftigen wollen ist das vollkommen okay, richtig und wichtig.
    Ich finde aber so gut wie keine Aussagen die einem ganz normalen Anwender klar machen wo die trüben Flecken auf der goldglänzenden Theme Kugel sind, lese aber dennoch immer wieder, dass Dienstleister über die „Dummheit“ der Anwender/Kunden stöhnen.
    Ich denke hier wäre es sinnvoll kreative Lösungsansätze zu finden. Die eben auch dem kleinen Handwerker oder Dienstleister klar machen worum es eigentlich geht.

    • Hallo Ralph, vielen Dank für deinen Kommentar. Die Frage nach einer einfach zu verstehenden Erklärung für die „ ganz normalen Anwender“ ist auch meine Frage, und die von Kirsten weiter oben.

      Du hast völlig recht: Dienstleister/innen sollten sich nicht beschweren (tut hier, glaube ich, auch niemand), sondern Lösungen schaffen – in diesem Fall wahrscheinlich erst einmal kommunikative Lösungen. Wie die aussehen könnten, darum geht es hier. Diese Diskussion soll und wird hoffentlich konkrete Ansätze für eine gut verständliche Erklärung im Sinne der „ganz normalen Anwender“ liefern.

  8. Ganz ehrlich gesagt mache ich mir schon seit geraumer Zeit genau darüber so meine Gedanken, daher bin ich auch sofort auf Deinen Artikel angesprungen, denn Du rennst damit bei mir offene Türen ein. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum ich bisher eher nur rudimentär in Sachen Webentwicklung aktiv geworden obwohl es besser gehen könnte. Ich habe halt das Glück aber das ist unwichtig.
    Grundsätzlich denke ich auch bei Themeforest gibt es gute Themes die man durchaus problemlos einsetzten kann. Das Problem, der „Otto normal Anwender“ kann nicht unterscheiden was gut ist und was nicht und da fängt die Problematik nicht an, sondern wir befinden uns bereits mitten drin.
    Im Ernst … der sicher coole Slogan der berühmten 5 Minuten Installation ist eigentlich ein Witz und der Startschuss für die Verwirrung. Ich möchte den Ein –und Umsteiger sehen, der es schafft WP in 5 Minuten zu installieren.
    Ich glaube auch, der Denkansatz „…wie erkläre ich es meinem Kind (Kunden)“ ist problematisch.
    Das klingt irgendwie wieder nach endlos langen Abhandlungen, die für WP-Fachleute mit definitiver Sicherheit interessant und wichtig sind.
    Aber ganz ehrlich … welcher Kleinunternehmer nimmt sich die Zeit sowas zu lesen??? Die haben ganz andere Sorgen, schließlich muss der Laden laufen, … na logisch. Aber wem sage ich das?
    Ich brüte schon lange über der Idee potentielle Auftraggeber /Kunden dazu zu bringen sich von selbst mit der Materie zu beschäftigen, weil sie selbst erkennen, dass die Materie für sie interessant und wichtig, vor allem aber nutzbringend ist.
    Nur so kann man es schaffen, dass die Menschen sich hinsetzten und „Abhandlungen lesen.“

    Ein Beispiel: Stichwort Hyperlokaler Journalismus, dass sind kleine Cityportale die von freiwilligen Bürgern betrieben werden und sich ausschließlich über die Werbung lokaler Partner finanzieren. Hier kann man Begehrlichkeiten wecken, denn wenn die ersten Werbebanner auftauchen und zu gut aufgebauten Websites führen regt so etwas zum nachdenken, nachlesen an. Der potentielle Interessent beginnt zu lesen weil er erkennt, dass er den Zug nicht verpassen darf. Nur ein Beispiel.
    Ein weiteres wäre dass man branchenbezogene Webdienstleistungen anbietet. Auch mit Premium Themes. Und ganz offen und ehrlich mit Argumenten arbeitet die da lauten, Das würde ich nicht empfehlen … Das schafft nicht nur Vertrauen sondern fördert auch die Übermittlung der Kernbotschaft. Denn die Menschen (Unbedarften) werden neugierig und beginnen zu lesen.
    Was ich damit sagen will ist, das es sicher vergebene Liebesmüh ist den Menschen zu sagen setz Dich hin und lies, vielmehr müssen die Menschen den Bedarf von selbst erkennen sich damit zu beschäftigen. Das gilt im Übrigen nicht nur für Premium Templates, auch für Fragen wie SEO, Social Media, Marketing etc.
    So und Schluss… reicht auch 😉

  9. Das Childthemes viel Aufwand bedeuten stimmt meiner Meinung nach nicht. Sicher, beim ersten mal muss man sich einmal 30 Minuten nehmen und sich einlesen.
    Ab da an sind Child Themes der schnellste und sicherste Weg Themes anzupassen. Da hat wohl eh schon jeder sein Standard-Child, welches dann für jedes Theme genommen wird.

  10. Ich finde die Diskussion hier sehr gut und betrachte diese mal aus Sicht eines Anwenders und eines Dienstleisters. Jeder von uns hat ja mal angefangen mit WordPress zu arbeiten, nachdem er sich eingelesen hat, was denn das Beste CMS für seine Zwecke ist. Damals habe ich auch nach Themes gesucht, die mir erstmal von der Optik her gefallen haben und möglichst einfach zu bedienen sind (wobei man das als Anfänger gar nicht immer beurteilen kann). Dann kam bei mir auch schnell die Ernüchterung, wieso die eigene Seite nicht sofort so aussieht wie in der Demo des Themes. Schließlich bin ich vor 2 Jahren auf [Moderation: werblicher Hinweis entfernt. Kommentare bitte zur Diskussion nutzen, nicht zur Bewerbung eigener Angebote] gestossen und bin begeistert von den Möglichkeiten, die dieses Framework bietet (habe Genesis oder andere Frameworks aber nicht getestet bisher). So habe ich dann angefangen mich da rein zu arbeiten und nutze das inzwischen, um meinen Kunden eine Webseite nach ihren Wünschen damit zu erstellen oder Sie zu ermutigen sich mit Hilfe unseres Online Videokurses [Moderation: s.o.] eine eigene Seite selbst zu erstellen. Damit komme ich zur Sicht des Dienstleisters. Meine Erfahrung besteht darin, dass viele Kunden sich mit dem Thema Webauftritt gar nicht groß beschäftigt haben, aber nahezu jeder kennt die Webbaukästen von den großen Anbietern. Wenn man ihnen dann erklärt, wo die Unterschiede liegen zu einem CMS wie WordPress, dann sind die Meisten auch überzeugt, die flexiblere Lösung zu wählen. Vielen ist aber auch nicht bewusst (da Sie sich ja nie damit beschäftigt haben), dass manch noch so kleine Änderungen am Theme eine Menge an Zeit binden kann, die auch bezahlt werden muss. Allerdings trifft man dann immer noch auf die Geiz ist Geil Mentalität, was meiner Meinung nach auch der Grund ist, warum viele fertige Themes „von der Stange“ gekauft werden. Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll dem Kunden eine Auswahl an Themes nur vom Design her vorzustellen, diese aber dann von Grund auf neu zu erstellen. So kann ich ihm auch eine verbindliche Aussage geben, was eventuelle Änderungen für einen Aufwand mit sich bringen und was es dementsprechend mehr kosten wird. Hier stellt sich aber eine neue Frage für mich aus Sicht des Kunden? Wie soll ich unterscheiden, ob es sich um einen seriösen Dienstleister handelt oder nicht? Was kostet mich eine Standart Webseite, gibt es da Richtwerte? Wie ist eure Meinung dazu?
    Gruß
    Carsten

    • @Carsten Die letzte Frage gehört nicht ganz unter diesen Beitrag, da sie eine Diskussion zu einem anderen Thema anstößt. Klar werbliche URLs und Produktnamen habe ich mir erlaubt zu entfernen. Danke für den ansonsten interessanten Diskussionsbeitrag!

  11. Hallo Caspar,

    deine Aufforderung an die „Anwender“, sich mal zu äußern, greife ich gern auf, obwohl mir mein Laienstatus durchaus bewusst ist. Denn ich bin dankbar für deine Idee, diese Diskussion rings um „Theme-Anpassung“ angestossen zu haben.

    Ich habe den Eindruck, nicht alle eure Beiträge hier inhaltlich umfassend verstanden zu haben. Vielleicht bin ich auch falsch hier. Eines habt ihr mir auf jeden Fall deutlich gemacht, die schönen „Demos“ sind wohl tatsächlich (häufig nur) schöner Schein. Sozusagen die Katze-im-Sack.

    Zu meiner Kernfragestellung aus gut 3 Jahren WP-Nutzung habe ich unter der Sicht und dem Aspekt „Nutzenorientierung“ eines Anwenders im Netz oder von den Anbietern unmittelbar keine wirklich passenden Antworten gefunden: Von Code-Stabilität und -Konformität über Performance aber auch über Sicherheitsaspekte bis hin zu individuellen Anpassungsmöglichkeiten ergeben sich in der WP-Welt so viele Angebotsmöglichkeiten, dass es mir schier unmöglich erscheint, Angebote und Anbieter wirklich einschätzen zu können. Wer kann (und will?) da wie helfen?

    Und genau deshalb kann ich mit meiner „Kaufbrille“ derzeit auch nicht entscheiden, was für unsere Zwecke richtig ist: Child-Theme auf den originären WP-Angeboten, Frameworks, fertiges Theme mit Framework, Individuallösung, Plugin oder Code-Anpassung usw.

    Das Ganze gibt es übrigens seit Jahrzehnten als wissenschaftliche Studie zum bekannten Marmeladen-Regal-Angebot. Fazit: Je gößer, bunter und vielfältiger das Gesamtangebot war, desto seltener konnten sich potentielle Kunden entscheiden.

    Gruß vom dämlichen Nutzer
    Ulrich

    • Hallo Ulrich,

      vielen Dank, genau solche Beiträge wünsche ich mir hier! 🙂

      […] ergeben sich in der WP-Welt so viele Angebotsmöglichkeiten, dass es mir schier unmöglich erscheint, Angebote und Anbieter wirklich einschätzen zu können. Wer kann (und will?) da wie helfen?

      Die Frage möchte ich gerne zurück stellen: wie sähe denn die ideale Hilfe aus? Für „Verbraucher“ von Marmeladen gibt es ja bspw. die Stiftung Warentest – könnte eine „Allianz Theme-Tests“ vielleicht die Machete im Dickicht liefern, mit Testberichten, Anwendungsszenarien und dergleichen?

      Herzliche Grüße,
      Caspar

      • Caspar, das wäre vielleicht wirklich ein praktikabler Ansatz. Transparente „Testergebnisse“ (nicht Meinungen) und für Nutzer relevante Bewertungskriterien. Eine denkbar unterschiedliche Gewichtung dieser Kriterien könnte dann zusätzlich unterschiedliche Nutzeranforderungen und Einsatzwünsche abdecken.

        Ulrich

  12. Eine Rückmeldung aus der Sicht einer wordpress.com Nutzerin: Ich habe bislang die meiste Zeit mit der Suche nach dem richtigen Theme verbracht, nicht mit Anpassungen. Für mich waren vor allem Deine, Caspar, Hinweise zu den PROs und CONTRAs von .com und .org-basierten Seiten hilfreich. Dass man sich für die richtige Oberfläche entschieden hat, merkt man meiner Erfahrung nach dann, wenn es sich beim Posten richtig anfühlt und einem das Ergebnis online fast noch besser gefällt als der „reine“ Content. Sprich: wenn das gewählte Layout die eigenen Inhalte unterstreicht und nicht etliche ablenkende Zusatzfunktionen bietet. Vielleicht sollten Beratungen zu Themes immer diese Sichtweise mitliefern: Was möchte ich posten, welcher existierende Behälter ist dafür geeignet, und zwar zunächst einmal ohne große Anpassungen? Wenn es diesen „Behälter“ noch nicht gibt, muss über Preise für die Entwicklung gesprochen werden. In einem solchen Dialog können auch unerfahrene Nutzer ein besseres Gefühl für das Machbare und vor allem Sinnvolle (Aufwand/Nutzen) bekommen.

    • Vielleicht sollten Beratungen zu Themes immer diese Sichtweise mitliefern: Was möchte ich posten, welcher existierende Behälter ist dafür geeignet

      Hi Marianna, ein ganz wichtiger Punkt, den du da erwähnst: erstmal Bordmittel nutzen, bevor man an Erweiterungen denkt. Hatte ich in der Session beim WP Camp gleich am Anfang mit drin.

      Mein beliebtestes Bespiel ist die Galerie mit Anhangseiten. Damit lässt sich eine komplette „Fotostrecke“ realisieren, ähnlich wie bei den großen Nachrichten-Seiten (SPON u.a.). Die Bilder sind mit dem Beitrag verknüpft, man findet immer wieder zum Textinhalt zurück (Beispiel hier). Aber wer kennt und nutzt dieses geniale Bord-Feature wirklich? Stattdessen werden allerorten Slider und Lightbox-Plugins en gros installiert. Manche Themes unterstützten diese Funktion nicht einmal.

      Also, bevor ich hier weiter „rante“: du hast Recht, Augen auf für Bordmittel! 😉

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