Stressfreies Versions-Update der WordPress-Installation

The times they are a-changin’.

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Eine neue WordPress-Version steht vor der Tür – juhu? Für einen erheblichen Prozentsatz von WordPress-Anwendern sind Core-Updates offenbar überhaupt nicht juhu, sondern eher hilfe. Das t3n-Magazin bezieht sich, anlässlich der bevorstehenden Version 3.3., auf einen Artikel bei Dev4Press, demzufolge „weniger als 15 Prozent aller Websites, die auf WordPress setzen, die neue Version installieren werden.“  –  muss das sein? 

Gute Frage. Besonders für WordPress-Anwender, die sich nicht zur Spezies Nerd zählen, gibt es einiges zu beachten, bevor ruhigen Gewissens das Knöpfchen zum automatischen Aktualisieren der Software gedrückt werden kann.

  • Ist das verwendete Theme kompatibel mit der neuen Version? Muss es vielleicht zuvor auch aktualisiert werden?
  • Sind die genutzten Plugins fit für das Update?
  • Wie geht das mit dem Backup vorher? Und falls etwas schief läuft: Wie kann es nach einem missglückten Update wieder eingespielt werden?
Bei der Aktualisierung auf WordPress 3.2 galt es sogar, die PHP-Version auf dem eigenen Webspace zu überprüfen und sicher zu stellen, dass dort mindestens PHP 5.2.4 installiert war – für Anna und Otto Normal-User nicht selten ein ziemlicher Stressfaktor.
Infografik bei t3n zum Update-Verhalten der WordPress-Community
Infografik bei t3n zum Update-Verhalten der WordPress-Community

Kurzer Exkurs: Vom Umgang mit Nerds

Wenn man auf die Auskünfte von Nerds angewiesen ist, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass die Frage selbst bereits Teil der zu erwartenden Antwort sein wird. Wer zu faul zum googlen ist und eine Frage stellt, für deren Beantwortung eine kurze Google-Recherche gereicht hätte, muss ziemlich sicher mit entsprechend kurz angebundenen bis verstimmten Reaktionen rechnen. Besonders gern gesehen sind auch Foren-Anfragen im Stil von „Hilfe!!!!!!!!!!!!! Update, jetzt alles kaputt!!!!!!!!!!!!!“.

Umgekehrt darf, wer seine Hausaufgaben als Nutzer gemacht und sich das erforderliche Basiswissen zu WordPress angeeignet hat, bei sachlich gestellten Fragen in der Regel mit freundlichen, hilfsbereiten und häufig engelsgeduldigen Gesprächspartnern rechnen, wenn es darum geht, einen speziellen Anwendungsfall zu klären.
Im Zweifel sollte man ohne Weiteres den/die Autor/in eines Theme oder Plugin kontaktieren und direkt nachfragen, wie es mit der Kompatibilität zur neuen WordPress-Version aussieht. Gute Entwickler beobachten die Arbeiten am Core sowieso bereits im Vorfeld und veröffentlichen ihre eigenen Updates in der Regel, noch bevor WordPress selbst in der neuen Version zum Download bereit steht.

Rezept für ein stressfreies Update von WordPress

Das einfachste Rezept für stressfreie Core-Updates wäre sicherlich, einen WordPress-Experten zu verpflichten und zu bezahlen, in Ruhe einen Kaffee trinken zu gehen und sich hinterher über die sauber aktualisierte Installation zu freuen. 😉 Wenn das nicht geht, kann die Beachtung der folgenden drei Punkte sicher helfen:

  1. Kenne dein Werkzeug! Es gibt im Informationszeitalter – sorry – keine gültige Ausrede für Unwissenheit. Auch als reine/r Anwender/in (Nicht-Nerd) kannst du genug über WordPress gelesen haben, um zu wissen, wie ein Auto-Update funktioniert (nämlich automatisch, jawohl!) und was es im Vorfeld zu beachten gilt.
  2. Gib etwas zurück: Spende den Entwicklern der von dir kostenfrei genutzten Themes und Plugins von Zeit zu Zeit einen kleinen oder größeren Betrag. Entwickler schauen selten primär aufs Geld, und wer das ausnutzt, ist es selbst schuld. Mit 10 oder 20 Euro zeigst du deine Anerkennung. Spendest du regelmäßig, wird sich der Entwickler motiviert fühlen und eher konsistent an der Pflege seines Code arbeiten, als wenn deine Spende eine „Eintagsfliege“ bleibt.
  3. Qualität statt Schnickschnack: Nutze Themes und Plugins von verlässlichen Autoren und halte die Anzahl der Plugins in deiner Installation gering. Lieber mal einen Theme-Autor für ein neues Feature „bestechen“, das dann auch kontinuierlich aktualisiert wird, als einen Basar von schlecht geschriebenen Pseudo-Plugins durch die Versionsgeschichte zu schleppen und bei jeder neuen Version Stresspunkte zu sammeln!