Alte Männer

Hat WordPress seinen Zenit überschritten?“, fragt Vladimir. WordPress sei kompliziert, langsam und unsicher.

Mag sein. Und:

Vielleicht ist das ja auch ein Spiegelbild der Community drum herum?

Vielleicht wäre es an der Zeit für uns (?) alte Säcke, dass wir unseren Hut nehmen und WordPress Anderen überlassen? Denen mit frischem Blick, die nicht den Ballast von 14 Jahren Produktgeschichte mit sich tragen, und die Erwartungen, die sich daraus unweigerlich formen?

Vielleicht wäre es aber auch an der Zeit, dass wir uns ernsthaft (ernsthaft!) daran beteiligten, wirkungsvolle Strategien für die Zukunft dieses Systems zu etablieren? Zum Beispiel, wie wir Übersetzer/-innen nachhaltig fördern anstatt bashen könnten?

Ist ein Zenit nicht eine Frage des Stand-Punkts (sic)?

WordPress Translation Day 2016: Vortrag und Panel zu WordPress und gender-neutraler Sprache

Am Samstag, den 12. November 2016, findet weltweit der zweite Global WordPress Translation Day statt. Rund um den Globus gibt es 24 Stunden lang lokale Treffen, sowie ein begleitendes Programm online. Es geht ums Übersetzen von WordPress und alles, was damit irgendwie zusammenhängen kann. Meine Wenigkeit darf rund zwei Stunden des Programms mitgestalten.

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Simon Kraft hat den weiten Weg von Frankfurt/M nach Potsdam an einem Tag hin und zurück gemacht, um wichtige Fragen zu WordPress in geschlechter-gerechter Sprache zu klären.

Heraus gekommen sind eine knappe Stunde Audio, sowie Fragen und Antworten als Stichwortliste. Großen Dank!

https://presswerk.net/pw021/

Das Plugin soll nämlich hunderte von Begriffen ins „gender-sensitive“ übersetzen. Aus Redakteur wird Redakteur*in zum Beispiel. Ich persönlich halte dies jedoch für total unnötig.

Vladimir Simovic (@perun)

Da hat einer nicht wirklich mitgelesen. 50, Vladimir. Momentan sind es 50 von 4.710 Strings, die im aktuellen Entwurf einen Gender-Star bekommen haben, nicht „hunderte“.

Und wenn du einen Moment lang konstruktiv mitdächtest, anstatt von „Ideologien“ und „Gutsherrenart“ und „Kolonialzeit“ zu faseln, wären wir vielleicht schon näher dran an einer noch besseren Lösung.

Trotzdem danke für den Artikel, irgendwie. Entgegen deinem  unsäglich fatalistischen „dass es so kommen würde“, geht es den „Machern“ des Projekts nämlich um einen Diskurs, und der findet gerade statt. Hurra!